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„Zu Gast beim Aschenputtel“ – die Mitgliederversammlung

55 Mitglieder des Heimatvereins Rietberg trafen sich am 16.03.2018 zur Mitgliederversammlung im Gasthof „Zum Doppe“. Das gemeinsame Abendessen bei Rindfleisch mit Zwiebelsoße war der Auftakt der Versammlung. Gestärkt ging es dann in den offiziellen Teil des Abends. „Ist das neue Heimatministerium etwa jetzt eine Anlaufstelle für alle Heimatvereine?“ „Was bedeutet denn Heimat?“ Mit diesen Fragen startet der Vorsitzende, Frank Henrichfreise, den offiziellen Teil. Und er selbst gab eine (mögliche) Erklärung des Heimatbegriffs. Für ihn ist Heimat Begegnung und ermöglicht diese. Sie ist so ein lebendiges Miteinander der Menschen ungeachtet der Herkunft, der Religion, der Hautfarbe, des Alters und und und.

Der Heimatverein Rietberg hat im vergangenen Jahr mit seinen Aktivitäten genau dieses ein kleines Stück verwirklicht. Doppelkopfabende, Plattdeutsche Runde und Radfahrten zum Beispiel brachten Menschen zusammen, führten zu Begegnung - ebenso wie die vielen kleineren und größeren Einzelveranstaltungen.

Dass dies auch in Zukunft möglich ist, dafür sorgt der Heimatverein mit dem Umbau der Scheune zu einem Begegnungsort. Sie wurde entrümpelt und leer geräumt. Nur die Esse bleibt in der Scheune erhalten und so wurde der Begriff „Kultur an der Schmiede“ geboren. An diesem Projekt wird bereits gearbeitet und sicherlich in Kürze bekannt gemacht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr wird das neue Angebot „Zu Gast beim Aschenputtel“, eine Märchenführung für Kinder, sein. Inspiriert durch das Ambiente des Heimathauses und dem Garten entwickelte Marina Gerks das Konzept für die Märchenführung. Die Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren sollen den früheren Alltag durch Märchen erleben können.

Marina Gerks als Aschenputtel begrüßt die Kinder und das Aschenputtel stellt sich gleich mit der ersten Märchenerzählung vor. Zusammen mit den Kindern nimmt das Aschenputtel dann die Kinder mit durch das Haus. Angekommen in der Stube erfahren die Kinder, wie sich die Menschen früher mithilfe einer Kanne und Waschschüssel gewaschen haben. Und das dicke Federbett lädt dann zum Märchen von Frau Holle ein.

So lernen die Kinder durch Märchen das leben in der Vergangenheit kennen. Die Märchenführungen können ab 2018 zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier im Heimathaus gebucht werden. Nach der Führung kann das Geburtstagskind zusammen mit seinen Freunden feiern. Nähere Informationen wird der Heimatverein nach Ostern bekannt geben.

Damit dieses Angebot auch reichlich Früchte trägt, kann der Heimatverein, kann Frau Gerks tatkräftige Unterstützung gebrauchen. Wenn jemand Freude und Interesse daran hat, die Märchenführung mit zu organiseren und umzusetzen, der kann sich gerne beim Heimatverein melden. Auf der Homepage www.heimatverein-rietberg.de findet man die entsprechenden Kontaktdaten.

Begegnung im Heimatverein findet schon seit Jahren in der Radfahrgruppe statt. Auch in diesem Jahr gibt es ein interessantes und umfangreiches Programm. Bernhard Hartmann stellte es vor und schilderte insbesondere die 4-Tages-Fahrt nach Bad-Zwischenahn zur Rhododendronblüte. Allerdings ist diese fahrt bereits ausgebucht.

Zudem wird der Vorstand bei den anstehenden Aufgaben in Zukunft durch ein weiteres Mitglied unterstützt. Die Mitgliederversammlung wählte Günter Höppner einstimmig als neuen Beisitzer in den Vorstand.

Zum Abschluss des Abends nahm Herr Glaw die Anwesenden mit auf eine spannende Reise in die „gegenwärtige“ Vergangenheit mit. Die Grafschaft Rietberg hatte viele Nachbarn, weltliche und geistliche Landesherrschaften. Die Grenzen konnten nicht immer durch natürliche Markierungen kenntlich gemacht werden, weshalb die Herrscher die Grenzen ihre Territorien mit Grenzsteine markierten. Diese Grenzsteine machte Herr Glaw der Versammlung sichtbar.