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Hausinschriften

Rathausstraße 17 (Hausmann)
Rückseite vom Bolzenmarkt aus

O Domine extructas aedes a fulgure et igne a cunctisq(ue) malis Protege meq(ue) meos. Anno 1710, den 11. Juny Matthias Hölscher.

O Herr, schütze die errichteten Häuser und mich und die meinen vor Blitz und Feuer und allen Übeln. Im Jahre 1710, den 11. Juny Matthias Hölscher
Rathausstraße 30 (AOK)
Oberer Giebelbalken
Anno Domini 1626, den 23. Aprilis

Im Jahre des Herrn 1626, den 23. April

Unterer Balken links
Feci quod potui, potui quod Christe dedisti.

Ich tat, was ich konnte, ich konnte, was Du Christus gegeben hast.

Unterer Balken rechts
Improba fac melius, si potes invidia.

Mach es besser,wenn Du es durch unredlichen Neid kannst.

Rathaustraße 26 (Trend Fashion)
Eberhardus Ferdinandus Brummel et Maria Elisabetha Osthues conjuges me posuerunt in nomine domini anno christi 1701 septimo Junii.

Eberhard Ferdinand Brummel und Maria Elisabeth Osthues Eheleute Haben mich erbaut im Namen des Herrn im Jahre Christi 1701, den 7. Juni.

Rathausstraße 35 (Koch)
Balken zwischen den Utluchten
Pax sit ingredientibus salus exeuntibus.

Der Friede sei mit denen, die ins Haus kommen,
Heil und Wohlergehen denen, die das Haus verlassen.

(Die wörtliche Übersetzung wäre nach heutigem Sprachgebrauch eine Stilblüte:

Friede den Eintretenden, Heil den Austretenden)

Die Inschriften auf den beiden Utluchten bilden eine Einheit, über den Mittelbalken muss man hinweglesen (s.o.):
Invide spectator Deus haec mihi dona paravit, talia si placeant talibus invideant. Anno 1643, den 16 Octobris

Neidischer Betrachter, Gott hat mir diese Geschenke bereitet, ob es Euch nun gefällt oder ob ihr mich darum beneidet. Im Jahre 1643, den 16. Oktober

Bolzenmarkt 13
Ora et labora

Bete und arbeite.

Die in Bruchstücken erahnbare deutsche Inschrift könnte lauten:
Wenn der Herr das Haus nicht bauet, arbeiten die Bauleute vergeblich daran.

Bolzenmarkt 3
Die lateinische Inschrift steht auf dem Kopf.
Verbum Domini manet in aeternum, anno 1551

Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit, im Jahre 1551 (Wahlspruch der Schmalkaldischen Liga)

Müntestraße 1 (Innenhof Rieländer)
O Deus his tectis omnia tolle mala.

O Gott, nimm alle Übel von diesen Dächern.

Müntestraße 15 (Evangelische Kirche)
Omnia qui rodis nec quidquam linquis inausum invide nil obsto qum melius inhabitabo.

Neider, der Du alles kritisierst und nichts unversucht lässt, ich halte nicht dagegen, ich werde trotzdem besser wohnen