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4-Tages-Radtour 2017

Der Heimatverein Rietberg hat eine Fahrradtour von Rietberg nach Düsseldorf organisiert. 23 Teilnehmer hatten sich zu dieser Fahrt angemeldet und haben in 4 Tagen rund 240 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die Strecke führte am 1. Tag über Bad-Waldliesborn, Lippstadt, Eickelborn, Hovestadt, Herzfeld und am Kraftwerk Uentrop am Datteln-Hamm-Kanal entlang bis nach Hamm. Die erste große Mittagspause legte die Gruppe in Herzfeld ein, wo sich ein jeder erst einmal wieder richtig stärken konnte, um für die restlichen 35 km gut gerüstet zu sein. Ziel am 1. Reisetag war ein gemütliches Hotel in Hamm. Dort angekommen, wurde nach ca. 70 km das 1. Schmerzbier so richtig genossen, bevor die Zimmer bezogen und das Abendessen im gemütlichen Biergarten des Hotels serviert wurde.

Die Fotos zeigen die Fahrradgruppe einmal vor dem Schloß Hovestadt bei Herzfeld und einmal am Ziel, vor dem Landtag in Düsseldorf.

Am nächsten Morgen, dem 2. Reisetag, ging es nach dem Frühstück sofort weiter quer durch den Hammer Hafen bis an den Datteln-Hamm-Kanal. Dieser hat uns erst einmal einige Kilometer begleitet, bevor wir kurz vor Henrichenburg den Dortmund-Ems-Kanal erreichten und im LWL-Museum Henrichenburg bei einer Führung das alte Schiffshebewerk besichtigen konnten. Weitere Höhepunkte dieser Etappe war das Schloss Bladenburg, bevor wir am 3. Kanal dieses Tages, dem Rhein-Herne-Kanal, vorbei an Schloss Strünkede in Herne, nach ca. 70 km unser Hotel in Recklinghausen erreichten. Hier wurde gemütlich zu Abend gegessen und so manches kühle Getränk genossen.

3. Etappentag, leichter Nieselregen begleitete uns, aber nur für kurze Zeit. Die Höhepunkte dieses Tages waren die stillgelegte Zeche „Ewald“ in Herten, vorbei abwechselnd am Rhein-Herne-Kanal und der Emscher das Tetraeder nach Bottrop, ein pyramidenähnlicher Aussichtspunkt, der auf einer Halde in 120 über NN liegt. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick über das gesamte Ruhrgebiet. Die Fahrt ging weiter zum Gasometer nach Oberhausen, wo wir aber vom Kassenpersonal so unfreundlich empfangen wurden, dass wir auf eine geplante Besichtigung verzichtet haben. Die letzten 25 km des Tages sollten dann auch der Härtetest für die Gruppe sein. Plötzlich einsetzender Dauerregen durchweichte die Kleidung der Teilnehmer bis auf die Haut auf dem Weg zum Etappenziel nach Duisburg. Das tat jedoch der Stimmung keinen Abbruch. Frisch geduscht und eingekleidet ging es dann bei heiterem Sonnenschein zum Restaurant „Diebels“ am Duisburger Hafenbecken. Hier wurde geschlemmt, geplaudert und über neue Reiseziele für die nächste Fahrt 2018 diskutiert.

4. und letzter Reisetag. Nach dem Frühstück starteten wir zuerst zu einer kleinen Tour bis zur Ruhrmündung an den Rhein, bevor es für eine 2-stündige Schifffahrt durch den Duisburger Hafen ging. Danach wurden die Räder gepackt und die letzte, kürzere Etappe von ca. 40 km bis nach Düsseldorf angetreten. Es ging erst einmal quer durch Duisburg bis wir unser nächstes Highlight erreichten. „Tiger and Turtle – Magic Mountain“, die einer Achterbahn nachempfundene Landmarke auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Angerpark Duisburg-Angerhausen. Danach hieß es Start zur letzten Runde nach Düsseldorf. Hier wurden wir in Höhe der Altstadt von Tausenden Radsportfans empfangen, da an diesem Abend die Vorstellung der Radprofis der Tour de France stattfand. Mühsam mussten wir uns mit unseren Rädern durch die Menge bewegen vorbei an der Rheinpromenade bis zum Düsseldorfer Landtag. Hier wurden die Fahrräder auf den Anhänger verladen, und zurück ging es mit dem Bus nach Rietberg. Einige Teilnehmer waren schon ein wenig erschöpft von der Reise und legten im Bus erst mal ein kleines Nickerchen ein. Alle aber waren hoch begeistert von dieser Fahrt und hatten sich nicht vorstellen können, dass es im Ruhrgebiet so viele Sehenswürdigkeiten auf alten Zechengeländen und Halden und soviel grüne Natur gibt. Hier muss man den Planern und Machern ein hohes Lob aussprechen. Das Ruhrgebiet hat wirklich etwas und ist immer eine Reise wert.

Die Reiseleitung war hoch erfreut darüber, dass die komplette Gruppe ohne Panne und Unfall das Ziel erreicht hatte, und sprach den Teilnehmern ein Lob für das wirklich disziplinierte Verhalten und Fahren in einer so großen Gruppe aus.