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4-Tagestour, Sternfahrten Bückeburg
Am 24.06.2025 starteten über 30 gut gelaunte, reiselustige Teilnehmer zu einer viertägigen Fahrradtour des Rietberger Heimatvereins ins Weserbergland. Diesmal ging es mit Bus und Fahrradanhänger zum Hotel „Große Klus“ bei Bückeburg. In der freundlichen Atmosphäre des familiengeführten Hauses fühlte man sich sofort wie zu Hause.

Gleich nach der Ankunft starteten wir zur ersten Tour. Ständig an der Weser entlang, oder Baggerseen im Blick, radelten wir unterhalb der Porta Westfalica durch die gleichnamige Stadt nach Rinteln. Den einladenden Marktplatz nutzten wir für eine ausgiebige Pause. Die Pracht der Weserrenaissance-Bauten weckte bei einigen den Wunsch, demnächst noch einmal hierherzukommen, um dann zu Fuß die Stadt näher zu erkunden.

Auf der Rückfahrt, kurz vor unserem Hotel, berührte uns plötzlich ein eiskalter Windhauch. Ein Raunen ging durch die Radlergruppe. Doch aufmerksame Radler hatten die Hinweisschilder gelesen: Wir waren an einem stillgelegten Stollen der ehemaligen Eisenerzgrube in Kleinenbremen vorbeigefahren.

Der zweite Tag führte uns zum Wasserstraßenkreuz nach Minden. Dort erlebten wir gerade noch die Schleusung eines Frachtschiffs. In Petershagen nahmen wir im LWL-Museum Glashütte Gernheim an einer sehr interessanten Führung teil. Im imposanten, 200 Jahre alten Kegelturm zeigte uns ein Glasmacher eindrucksvoll, wie aus hell leuchtendem Glas mit Pfeife, Holzform und Schere in mehreren Schritten ein Glasbecher entstand.

Weiter ging es – wieder einmal – zur Weser. Doch diesmal nicht über eine Brücke, sondern mit einer Fähre, die von einem privaten Verein betrieben wird. Mit der „PetraSolara“, der einzigen Solarfähre in NRW, und zwei gut gelaunten Fährmännern überquerten wir den Fluss.

Am dritten Tag war zeitlich begrenzter Regen gemeldet worden. Unser flexibles Orga-Team tauschte kurzerhand die geplante längere Landtour gegen eine kürzere Besichtigungstour in Bückeburg. Auf dem Programm stand das Hubschraubermuseum. Der Museumsführer aus dem Allgäu war selbst lange Zeit Hubschrauberpilot und Ausbilder am Heeresflugplatz Bückeburg gewesen, sodass wir viele Geschichten direkt aus dem „Cockpit“ hörten. Über 50 Originalhubschrauber und noch einmal doppelt so viele Modelle – von den Anfängen bis zu Zukunftsvisionen – beeindruckten uns sehr. Dank des munteren Führers vergingen die 90 Minuten tatsächlich „wie im Fluge“.

Nach einer rezeptfreien Stärkung in der „Hofapotheke“ setzte pünktlich der Regen ein. Doch wir waren bereits bei einer Führung im Schloss des Fürsten zu Schaumburg-Lippe, wo wir Werke des Manierismus und Barock bestaunten – fast alles glänzte in reinem Gold. Trockenen Fußes erreichten wir unser Hotel – passend zum Candlelight-Dinner.

Der vierte und letzte Tag hielt nach dem Tourentausch vom Vortag eine längere Radstrecke bereit, die uns am Heeresflugplatz Bückeburg vorbeiführte. Da dort am nächsten Tag eine große Flugshow geplant war, profitierten wir als Zaungäste von den beeindruckenden Übungs- und Kunstflügen der Hubschrauber.

Nach der ein oder anderen kleinen Pause erreichten wir am späten Nachmittag wieder das Hotel. Routiniert wurden Gepäck und Fahrräder von unserem Busfahrer Heiko und vielen helfenden Händen in den bereitstehenden Bus verladen.
Auf der Rückfahrt sprach Tourenleiter Bernhard Hartmann der Gruppe ein Lob für das disziplinierte Fahren aus – das mit großem Applaus für ihn und das gesamte Team erwidert wurde. Zufriedene Gesichter rundum – und die feste Überzeugung: Die Radtouren des Heimatvereins werden auch im nächsten Jahr wieder ausgebucht sein.

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