Heimatverein Rietberg

Rietberg – Menschen, Geschichte, Denkmal-, Umwelt- und Naturschutz

Straße gesperrt

Die Glocke | Nr.: 38 – 7. Woche – 144. Jahrgang | Rietberg | Mittwoch, den 14.02.2024

Straße „An den Teichwiesen‘“ wird nachts gesperrt
Rietberg (gl). Mitglieder des Heimatvereins Rietberg machen sich nun allabendlich auf den Weg, um die Straße „An den Teichwiesen“ nachts zu sperren.
Die Natur- und Umweltfreunde treibt weniger der Wunsch an, den Verkehr zu regeln, sondern vielmehr der Schutz der Rietberger Moorfrösche. Denn den Schutz der heimischen Flora und Fauna hat sich der Rietberger Heimatverein zum Ziel gesetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Moorfröschen, die dieser Tage, das heißt in ihrer Laichzeit, die Straße „An den Teichwiesen“ überqueren, um auf der anderen Seite zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Leider stellt dies für die kleinen Amphibien eine immense Gefahr dar. Denn bei ihrer nächtlichen Wanderung können sie schnell von Autos überfahren werden.

Zum Schutz der Tiere erhielt der Heimatverein Rietberg von der Kreisverwaltung Gütersloh die Anfrage, ob Mitglieder die Straße „An den Teichwiesen“ sperren könnten. Das war für die Heimatfreunde keine Frage, sondern eher Ehrensache. Und so wird seit Anfang der Woche an der genannten Straße von 19 bis 7 Uhr die Schranke heruntergelassen und der Bereich zwischen dem Sportplatz und dem Hundewiesenplatz für Autofahrer gesperrt.
„Wir denken, dass wir so den Artenschutz ein wenig unterstützen und den Rietberger Moorfrosch schützen können“, informiert Vereinsvorsitzender Günter Höppner. Der Moorfrosch ist in seinem Bestand mittlerweile sehr stark bedroht und daher streng geschützt. Dies bedeutet, dass diese Tiere weder gefangen, noch verletzt oder getötet werden dürfen.

Eigentlich fallen die männlichen Moorfrösche dieser Art in der Laichzeit wegen ihrer starken Blaufärbung auf. In Rietberg gibt es diese seltene Froschart jedoch mit einer Besonderheit: Die Moorfrosch-Männchen färben sich zur Laichzeit nicht. Eigentlich eine Anomalie, aber deswegen umso seltener.

Das Foto zeigt (v.l.) Antonius Tegethoff Günter Höppner, Franz-Josef Laukemper und Heinz Speit. Foto: privat

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.