Heimatverein Rietberg

Rietberg – Menschen, Geschichte, Denkmal-, Umwelt- und Naturschutz

Start der „Glocke“-Serie „Kleine Stadt, große Geschichte(n)“ 1

Die Glocke | Nr.: 70 – 12. Woche – 144. Jahrgang | Rietberg | Freitag, den 22.03.2024

Vergangenheit wird wieder lebendig

Von NIMOSUDBROCK
Rietberg (gl). Kleine Stadt? Da müssen waschechte Rietberger erstmal tief Luft holen. Aber im Vergleich mit anderen aktuellen und ehemaligen Hauptstädten dieser Welt macht der Titel der neuen „Glocke „Kleine Stadt, große Geschichte(n) durchaus Sinn.
Als sich die Emskommune im späten Mittelalter mit Fug und Recht Landeshauptstadt nennen durfte, zählte sie gerade mal 800, eventuell 1000 Einwohner.

So fein ist klein: Mit seinen schmucken Fachwerkhäusern und verträumten Gässchen, mit der Emsumflut und den Wallanlagen ist Rietberg auch heute noch eine Perle in Ostwestfalen-Lippe.

Grund genug für die Heimatzeitung, der Stadt der schönen Giebel – oder genauer gesagt ihrer bewegten Vergangenheit – eine eigene Serie zu widmen. Denn jeder Quadratmeter, jeder Pflasterstein der Emsstadt erzählt Geschichte und Geschichten.
Dabei ist das „n“ im Serientitel ganz bewusst in Klammern gesetzt worden: Denn es waren in vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten freilich nicht national bedeutende oder gar weltpolitische Ereignisse, die sich auf Rietberger Boden zugetragen haben.
Trotzdem hat Rietberg Geschichte geschrieben: und zwar seine ganz eigene. Die Stadtgeschichte ist zugleich eng verwoben mit „Anekdoten und kleinen Begebenheiten am Rande, die bis heute nicht unbedingt einen Platz in den örtlichenen Chroniken gefunden haben.

Wer hat früher noch gleich in diesem oder jenem Fachwerkhaus gelebt? Wo befand sich einst das Spielwarengeschäft Ilies und wo der Herrenausstatter Setter? Und was ist eigentlich aus den vielen Kneipen und Gaststätten entlang der Rathausstraße geworden, die es zum Teil schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt?
Damit diese Geschichten – und somit ein bedeutender „Teil der Rietberger Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten, veröffentlicht „Die Glocke“ künftig regelmäßig Kurioses, Lustiges und Erstaunliches aus dem Rietberg unserer Väter, Großväter und Urgroßväter. Und klar: Manchmal reicht die Zeitreise, auf die sich die führende Heimatzeitung im Herzen Westfalens begibt, auch noch weiter zurück.

Wolfgang Stroop, Ute Merschbrock und Klaus Honerlage (v. l.) gehören zum Digitalisierungsteam des Heimatvereins, das alte Fotos und Dokumente einscannt und damit für die Nachwelt festhält. Ihre dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die neue „Glocke“-Serie ein. “ Fotos: Nienaber

Weil kaum jemand die wechselvolle Vergangenheit Rietbergs besser kennt als die Mitglieder des Heimatvereins, lag für die Serie die Kooperation mit den Heimatfreunden auf der Hand. Denn dort wird seit Jahrzehnten intensive Geschichtsforschung betrieben – seit einiger Zeit auch in digitaler Form.

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